Wolfgang Loibl Gedichte

Morgenlicht

M

Es war einmal,
nach einer traumlosen Nacht wie so viele davor,
da hast du dich plötzlich niedergelassen,
auf mir und in mir.
Wie Morgenlicht,
das durch schmale Fenster auf die Dinge fällt
und durch dickes Gewebe
besonders schöne Muster wirft.

Du,
mit deiner zärtlichen Liebe
und großer Selbstverständlichkeit,
mit der Anmut und Schönheit, die Anfängen innewohnt.
Du hast meine Räume durchflutet
und mein Herz –
mein Herz, dem so warm wurde
als es dich erkannte.

In Wahrheit
sind wir auf uns gefallen,
und haben gut gehütete Schatten vertrieben,
neue Muster auf den Boden unseres Lebens gezeichnet.
Seither sind wir sichtbar für einander,
und geliebte Wirklichkeit.
Und wenn wir nicht gestorben sind,
dann lieben wir noch heute.

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Wolfgang Loibl

Freischaffender Maler, selbständiger Grafiker, Visionssuchebegleiter der Shambhala Wilderness Schule und ich schreibe gerne.

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